Erzählungen von der Rallye: Reise Etappe Nr. 1 Darmstadt-Biarritz

Nun endlich erzählen wir euch alles! =)

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Und hier geht's los:

 

REISE ETAPPE 1 - Die Anreise zum Start

**Darmstadt ---> Biarritz**
Bis in die letzten Abendstunden haben wir am Vorabend noch in der Werkstatt geschwitzt, Sitze eingebaut, Rallye-Scheinwerfer angebracht und schlussendlich gepackt. Montag früh ging es dann endlich los, wir waren heiß drauf, endlich auf die Piste zu kommen, Elli ging es wohl nicht anders. In den frisch eingebauten Sportsitzen ging es dann auf nach Paris, wo wir bei Nicos Eltern Unterkunft gefunden haben. Der Beifahrer hatte am ersten Tag noch die Aufgabe die Rallye-Beleuchtung, sowie unser liebevoll von unserem Tiago gebautes USB-Ladegerät während der Fahrt im Fußraum an das Bordnetz anzuschließen. Probleme hatten wir zuerst keine, nur die Batterie hat leicht geschwitzt und geblubbert, was uns doch seltsam vorkam. Da wir aber vorankommen mussten, um pünktlich am Start zu sein, wollten wir uns das in Paris genauer anschauen.

Am nächsten Morgen in packten wir also unser Multimeter aus um die Spannung der Batterie zu kontrollieren. Über Nacht hatten wir mit unserem Elektriker gesprochen, der uns sofort die Ursache für unser Problem nannte: der Regler der Lichtmaschine sei kaputt, was dazu führte, dass die Batterie überladen würde. Leider machte uns das Gerät einen Strich durch die Rechnung und auch ein nagelneues Gerät aus dem Baumarkt wollte uns keine Spannung messen. Ein wenig unter Zeitdruck entschlossen wir uns weiterzufahren und die Batterie im Auge zu behalten. Nächster Halt war La Teste de Buch, nur knappe 650km, wo wir bei Jans Tante unterkommen konnten, wäre da nicht diese Batterie gewesen. Auf einem kleinen Rastplatz kochte die Batterie so stark, das wir etwas tun mussten. Die einzige vernünftige Lösung, die wir zu der Zeit hatten, war, den Wagen zu starten und die Lichtmaschine dann von der Batterie abzuklemmen. Wir starteten den Wagen, rollten los und ein paar Sekunden später dampfte unser frisch installiertes USB-Ladegerät davon. Das war wohl nichts... Wir hatten noch knapp 500km vor uns, also wieder auf die Straße, vielleicht schaffen wir es ja zum Start in Biarritz, wo wir einen neuen Regler von den Mechanikern ergattern können. Vielleicht...

Ein paar Stunden später, immer noch 250km von unserem Tagesziel entfernt, fuhren wir für eine Pause auf eine Raststätte. Die Batterie kochte über, an allen Seiten trat Flüssigkeit aus und unsere Scheinwerfer waren durchgebrannt. Wir kontrollierten die Sicherungen, um auszuschließen, dass wir eine falsche eingebaut hatten. Mittlerweile eilten von allen Seiten hilfsbereite Menschen her, wir wurden zum richtigen Hit auf der Raststätte, jeder gab seine Meinung ab oder unterstützte uns mit Internet auf seinem Handy. Zum Glück hatten wir Ersatzbirnen für die Scheinwerfer dabei und konnten sie schnell tauschen. Als wir allerdings den Zündschlüssel drehten verabschiedete sich das neue Pärchen in Nullkommanichts und wir standen wieder im Dunkeln. Zu allem Überfluss fing es auch noch an zu regnen, als würde der Himmel uns ein Zeichen senden wollen. Die letzte Möglichkeit: Wir lassen uns vom ADAC abschleppen und würden am nächsten Tag eventuell eine neue Lichtmaschine in einer Werkstatt bekommen. Handy raus, Nummer wählen,... Plötzlich rennt Nico weg.
Jan dachte schon ein Laster voller Camembert wäre auf den Rasthof gerollt, dabei war es der 4lparts.com-Bus, der Teilebus, der die 4LTrophy begleitet, auf UNSERER Raststätte. Ein Wunder! Zum Glück hatte es angefangen zu regnen, sodass der Bus wegen eines kaputten Scheibenwischers anhalten musste. Wir konnten eine gebrauchte Lichtmaschine ergattern, im Dunkeln bei Regen einbauen und ein paar Umarmungen später weiterfahren.

 

In der Tat war es der Regler der Lichtmaschine gewesen, er hatte das Bordnetz überladen, weshalb die Batterie gekocht und die Überspannung die Scheinwerfer durchgebrannt hatte.
Mitten in der Nacht kamen wir doch noch bei Jan’s Tante an, bekamen etwas zu essen und konnten uns bis zum nächsten Mittag ausruhen. Die restliche Strecke bis nach Biarritz war recht kurz und immer häufiger begegneten wir anderen Teams. Ohne Probleme kamen wir ganz entspannt am Start an.

Abends im Hotel in Biarritz kamen wir ins Gespräch mit unseren Freunden aus Soest ( R4 Team Westfalen ). Der erste Schreck mit der Lichtmaschine war wohl nicht genug gewesen. Wir erfuhren um 21h, dass unsere Versicherung nicht in Marokko gültig war. Die technischen und administrativen Checks und der Start standen uns am nächsten Vormittag bevor. Elli war in Deutschland angemeldet und konnte somit nicht in Frankreich versichert werden. Wir können schon vorweg nehmen, dass wir nach Marokko gekommen sind, aber wie wir das Problem gemeistert haben, das erfahrt ihr beim nächsten Mal. Ein Tipp schon mal: wir hatten zum Glück Wein dabei!

 

Bis zur nächsten Etappe, euer Team Elli

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